Eigentlich hatte ich ja nicht vor, mich intensiver mit dem Medienhype um den ehemaligen SPD-Finanzsenator von Berlin und seinem Buch zu beschäftigen.

Allerdings nimmt die ganze Geschichte schon sehr absurde Ausmasse an und gerade heute habe ich im Supermarkt eine Bildzeitung mit einem sehr seltsamen Titel gesehen, der uns verspricht, dass dieses Springer-Qualitätsmedium für unsere Meinungsfreiheit kämpfen will. Die sehen die Macher(innen) der Bild offensichtlich in akuter Gefahr, weil es ja Dinge gäbe, die man nicht öffentlich sagen darf.

Dieses Gefühl eines kulturellen Maulkorbes teilen die überdurchschnittlich bezahlten Meinungsmacher ja gerne mit einer Horde zutiefst frustrierter Kleinbürger, die gerne mal jemanden für ihr scheiss Leben verantwortlich machen und beim träumen von besseren Zeiten mal in, sagen wir mal, vordemokratisches Gedankengut abdriften.

Aber man wird ja wohl noch sagen dürfen. (weiterlesen …)