Wahlen
Von Krokodilen und Seeräubern umzingelt
0Es ist schon seltsam. Da erringt eine Landespartei das beste Ergebnis ihrer Geschichte und legt kräftig zu. Trotzdem fühlt es sich an wie ein Verlust. Während die Partei des Regierungschefs auf ein Ergebnis geschrumpft ist, das seinen Vorgängern die Schamröte ins Gesicht getrieben hätte und trotzdem feiert als hätte sie über die andere triumphiert.
Ein Jahr zuvor wäre das mit Sicherheit anders gewesen und der kräftige Zuwachs der Berliner Grünen, die die Zahl ihrer Direktmandate immerhin verdoppeln konnten als großer Triumph gewertet worden.
Allerdings sind wir im Jahr 2011 und da ist ein grüner Wahlsieg, der gerade mal halbsensationell ist irgendwie enttäuschend. Und ein SPD-Verlust, der sich im einstelligen Bereich bewegt ein Zeichen für ein Comeback der Sozen.
Gewissermaßen stimmt das sogar, da in Berlin nun wirklich mehr drin gewesen wäre und tatsächlich die Möglichkeit bestand die SPD als stärkeren Koalitionspartner abzulösen.
Das hat die Lage für die Partei allerdings nicht einfacher gemacht.
Eines der Probleme an diesem Wahlkampf war sicher, dass die Personalfragen zu sehr in den Vordergrund gerieten und der Eindruck entstand, dass es den Grünen ja nur darauf ankam Renate zur Bürgermeisterin zu machen.
Der Wahlspot in Berlin
1Relativ spät ist der Wahlspot der Berliner Grünen bei YouTube aufgetaucht.
Ich finde den sehr spannend, da er nicht wie die üblichen Spots ist, in denen die werbende Partei ihre Wahlversprechen in netten Bildern unter Volks bringen. Hier geht es mehr um die Möglichkeit der politischen Einflussnahme durch die Bürgerinnen und Bürger.
In diesem Fall mittels einer IPhone-App, mit der man beim Spaziergang durch die Stadt Orte markieren und Aufgaben stellen kann.
Das ist die mobile Alternative zu einem ziemlich innovativen Angebot des Landesverbandes. Bei den Grünen können die potenziellen WählerInnen die Agenda setzen und Probleme benennen. (weiterlesen …)
9. September 2011
Mit wem will eigentlich Klaus Wowereit regieren?
Zumindest deutet sich an, dass man sich später schwarz ärgert, wenn man am 18.9. hellrot wählt.
Mecklenburg-Vorpommern
0Wir sind ja momentan in einem Superwahljahr, das bisher für die Grünen ganz gut gelaufen ist. Mal ganz abgesehen davon, dass wir jetzt einen Ministerpräsidenten BaWü haben, sind wir zweistellig in einen Landtag gezogen, aus dem wir gerade vor 5 Jahren rausgeflogen sind. Zudem haben wir in Bremen die CDU überholt und sind in Sachsen-Anhalt wieder im Landtag vertreten. (Zudem sind wir in Hamburg von einer schwarz-grünen Koalition befreit)
In diesem September wird noch in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern gewählt.
Letztere geht gerade in der grünen Wahrnehmung leider etwas im Schatten der Hauptstadt-Wahlen unter. (weiterlesen …)
So ein Tag…
4Manchmal fehlen einem einfach die Worte.
Der SWR und die falschen Schlussfolgerungen
0Ich habe kürzlich an einer Protestaktion der Grünen in Baden-Würtemberg teilgenommen und den SWR aufgefordert, den grünen Spitzenkandidaten ebenfalls im TV-Duell zur Landtagswahl antreten zu lassen.
Immerhin ist es sehr Absurd, dass Stefan Mappus dort mit dem Kandidaten einer Partei streitet, die seit langem deutlich hinter den Grünen in den Umfragen rumdümpelt.
Die hinter diesem Sendeformat liegende Idee, die beiden potenziellen Ministerpräsidenten unter grösstmöglicher Medialer Aufmerksamkeit aufeinandertreffen zu lassen wird vollkommen ad absurdum geführt, wenn der eigentliche Herausforderer seinem möglichen Juniorpartner Platz machen muss.
Nun habe ich eine Antwort des SWR erhalten, in der ich vor allem eine grosse Verunsicherung gespürt habe.
Möglicherweise spielt ja das Bedürfnis des Ministerpräsidenten nach einem bequemen Wahlkampf eine Rolle.
Auf jeden Fall erleben wir hier das Scheitern eines Sendekonzeptes, das nicht zum parlamentarischen Regierungssystem passt. (weiterlesen …)
Die CDU in Hamburg will wohl mit aller Macht unter 15% rutschen!
0Wie sonst lässt sich ein so grottenschlechter Wahlwerbespot erklären?
“>CDU-Hamburg TV-Spot “Stadtrundfahrt” from rg”>CDU Hamburg on Vimeo.
Auf ein Neues!
3An die Mitglieder und UnterstützerInnen des Kreisverbandes Herford von Bündnis 90/Die Grünen:
Liebe Freundinnen und Freunde,
wir stehen am Anfang eines neuen Jahres und blicken auf ein vergangenes zurück, das uns mit gemischten Gefühlen entlassen hat. Wir haben in drei Wahlkämpfen gute bis sehr gute Ergebnisse erzielt, konnten aber nicht verhindern, dass eine Koalition, deren hemmungslose Klientelpolitik die Zukunftsfähigkeit unseres Landes bedroht in Berlin an die Regierung kommt.
Die beschlossenen Steuersenkungen sind nur das erste Kapitel in der kommenden Geschichte von Wahlgeschenken zugunsten einer von schwarz-gelb bevorzugten Schicht, für die unser Gemeinwesen teuer bezahlen wird.
Bei vielen von uns hat sich eine gewisse Frustration breitgemacht, nachdem wir trotz harten Kampfes das schlimmste nicht verhindern konnten. Da bricht sich in einem schon mal die Überzeugung Bahn, dass jetzt eine Entscheidung getroffen wurde, an der man erst einmal eh nichts mehr ändern kann und Wahlkampf ohnehin nichts bringt.
Beides stimmt nicht!
Am 9. Mai 2010 findet in NRW die Landtagswahl statt. Diese wird auf lange Zeit die einzige Möglichkeit sein, die Bundesratsmehrheit von schwarz-gelb zu kippen. An diesem Tag wird sich entscheiden, ob Merkel und Westerwelle die zuvor konsumierte Kreide ausspucken können und uns eine marktradikale-kunservative Hegemonie bevorsteht. Keine der darauf folgenden Landtagswahlen wird diese Bedeutung haben.












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