Wenn Parteien ab einem gewissen Punkt begreifen, dass sie inhaltlich nicht viel zu bieten haben und es wohl besser ist, nicht auf die Arbeit der vergangenen Jahre zu verweisen, schwenken sie schon einmal auf die Schiene der persönlichen Diffamierung des politischen Gegners um.

Bei der CDU ist das der Fall und so fahren sie eine Angstkampagne, die sehr an die schlimmsten Zeiten des kalten Krieges erinnert. Dafür malen die schwarzen Wahlkämpfer ein Schreckensszenario einer rot-roten Regierungsübernahme in Düsseldorf mit allen katastrophalen wirtschaftlichen Folgen, die sich so ein neoliberal verkorkstes Hirn nur ausdenken kann.

Das ist schon etwas absurd, da eine solche Mehrheit noch unwahrscheinlicher als die Wiederwahl von Schwarz-Gelb ist. Allerdings ist es doch sehr schade, dass diese Kampagne nicht nur bei konservativen Menschen sondern auch bei der SPD-Spitzenkandidatin Hannelore Kraft Wirkung zeigt.

Die hat eine Koalition mit der LINKEn kürzlich klar ausgeschlossen, womit sie droht, in die Ypsilantifalle zu tappen. Wobei sie, im Gegensatz zu Andrea Ypsilanti, wahrscheinlich den leichten Weg gehen und ein gutes Stück SPD-Programm in der grossen Koalition beerdigen wird. Ich bin da mutiger und sage, dass eine restlose Entsorgung dieser Landesregierung Ziel unseres Wahlkampfes sein sollte und alternative Mehrheiten auch zu alternativen Regierungen führen sollten.

Eine Zusammenarbeit mit der LINKEn jetzt auszuschliessen, ist fatal. Ob man mit denen regieren kann, wird man noch früh genug beurteilen können. Allerdings käme auch dann Rot-Rot nicht in Frage. In NRW gibt`s Rot-Grün-(vielleicht)Rot!