Weissgarnix hat einige sehr kluge Gedanken zu der Frage veröffentlicht, warum gerade die Leute, die sich so gerne mit Spenden in internationale Katastrophengebiete den charityerprobte Gutmenschen geben häufig durch besondere Kälte glänzen, wenn um die Armut vor der eigenen Haustür geht.

Sehr lesenswert!

Wobei ich noch sagen muss, dass es einen qualitativen Unterschied zwischen wohltätigen Spenden und der Anerkennung der Ansprüche sozial schwacher Menschen in unserer Gesellschaft gibt. Ich möchte nicht, dass der soziale Friede in Deutschland davon abhängt, ob Ute Ohoven irgendwann auch ihr Herz für die Ein-Euro-Jobber, die die Parks ihrer Stadt reinigen öffnet und anfängt, für die Geld zu sammeln. Bei den anstehenden sozialpolitischen Debatten muss es darum gehen, das Recht aller Menschen auf ein Leben in Würde und Freiheit zu sichern. Es ist Aufgabe der Gesellschaft, dieses Recht als Solidargemeinschaft zu sichern.

Mitleid allein reicht also nicht. Wir brauchen eine grundsätzliche gesellschaftliche Anerkennung des Grundrechtes auf Teilhabe. Und zwar für alle Menschen! Für so manche dürfte das allerdings etwas viel verlangt sein.