Langsam kommt Bewegung in`s Spiel. Nach Jahren der Selbstblockade und einer im Keim gescheiterten Regierungsübernahme durch Schwarz-Gelb machen sich VertreterInnen linker Parteien auf, um gemeinsam an politischen Konzepten zu arbeiten und für gesellschaftliche Mehrheiten zu streiten.

Am 31.1.10 fand in Berlin die Gründung eines Vereins statt, der sich “Institut solidarische Moderne” nennt und als parteiübergreifende und -unabhängige Denkfabrik des linken Teils des demokratischen Spektrums dienen soll. Bekanntestes Mitglied des Vereins ist sicherlich Andrea Ypsilanti, an der sich auch die Medien wieder einmal am intensivsten abarbeiten. Vor allem einige Grüne scheinen, sich an ihrer Rolle in dem Verein zu stören. Man merkt bei einigen Kommentaren über sie, dass die mediale Hetzjagd von 2008 offensichtlich Früchte getragen hat, die selbst bei aufgeklärteren Menschen immer noch gut im Saft stehen.

Ich für meinen Teil finde die Beharrlichkeit, mit der Frau Ypsilanti an der Verwirklichung linker Ideen arbeitet ziemlich beeindruckend. Diese Frau ist in einer absoluten lose-lose-Situation. Selbst wenn es im Jahr 2013 zu einer rot-grün-roten Regierungsmehrheit kommt, wird sie nicht diejenige sein, die die Früchte erntet. Wenn sie sagt, dass es ihr um Inhalte geht, finde ich das absolut glaubwürdig. Das kann ich als Grüner durchaus sagen.

Nichtsdestotrotz ist dieses Institut bei weitem kein sozialdemokratischer Verein. Auch wenn einigen Grünen der Name zu sozialdemokratisch ist.

Neben dem Vorstandsmitglied Sven Giegold gehören auch andere Grüne zu den Gründungsmitgliedern und auch die Linke ist u.a. mit Katja Kipping ganz gut vertreten. Zur Namenskontroverse kann ich nur sagen, dass Solidarität für mich weder ein sozialdemokratischer Begriff ist noch an Progressivität vermissen lässt. Sicherlich hätte man dem Institut auch einen Namen geben können, der ganz unmissverständlich klarstellt, dass es sich hierbei nicht um einen altlinken Folkloreverein handelt, der den zum Teil gescheiterten linken Konzepten des Industriezeitalters nachhängt und auch das Thema Ökologie als linkes Projekt anspricht.

Allerdings wäre das wohl zu einem Namensungetüm geworden , um das man lange hätte ringen müssen. Solidarische Moderne beschreibt meiner Meinung nach sehr gut die gemeinsame Wertebasis der beteiligten Personen. Auch ich bin in die Politik gegangen, weil ich an einer solidarischen Gesellschaft mitarbeiten möchte. Und das als Grüner! Mich befremdet es eher, wenn Grüne mit dem Begriff nichts anfangen können allerdings glaube ich manchmal, dass das etwas mit den jeweiligen Lebenswirklichkeiten und Erfahrungswerten zu tun hat.

Die Gründungsmitglieder des Instituts solidarische Moderne sind:

Prof. Dr. Elmar Altvater
Gesine Agena
Thomas Asböck
Dr. Franz Alt
Jan Philipp Albrecht MdEP
Prof. Dr. Dr. Günter Altner
Rasmus Andresen MdL
Dr. Johannes Angermüller
Maik Babenhauserheide
Jan David Bakker
Julian Bank
Max Bank
Karl Bär
Pascal Barthel
Peter Becker
Sebastian Beining
Arvid Bell
Michael Bernloehr
Ronald Blaschke
Helmut Blöcker
Kai Boeddinghaus
Matthi Bolte
Dr. Jürgen Borchert
Andreas Bossmann
Dr. Michael Brie
Emily May Brüning
Christian Brugger
Dr. Sonja Buckel
Marco Bülow MdB
Annelie Buntenbach
Franz Dechsel
Joseph Dehler
Harun Demircan
Servan Deniz
Katja Dörner MdB
Prof. Dr. Klaus Dörre
Rudolf Dressler
Franziska Drohsel
Ario Ebrahimpour Mirzaie
Maximilian Ellner
Christopher Fröb
Petra Fuhrmann MdL
Annegret Falter
Emmanuel Fischer
Prof. Dr. Andreas Fischer-Lescano
Jan Fries
Sebastian Geiger
Corinna Geis
Sven Giegold MdEP
Frank Gogel
Klemens Griesehop
Stefan Grönebaum
Stephan Grüger
Marion Hasper
Kathrin Henneberger
Willi Heepe
Daniel Herold
Clara Herrmann MdA
Pascal Hesse
Oliver Hildenbrand
Nikolaus Hoenning O’Carroll
Nikolas von Hoffmann
Axel Hohlweck
Bernd Hoppe
Thilo Hoppe MdB
Martin Horsch
Siebo Janssen
Gerrit von Jorck
Reinhard Kahl MdL
Wolfgang Kaiser
Dr. Ute Kalbitzer
Lorenz Kaminski
Susanna Karawanskij
Ska Keller MdEP
Sven-Christian Kindler MdB
Katja Kipping MdB
Dr. Dieter Klein
Michael von Klitzing
Janis Klusmann
Konstantin Knorr
Daniel Köbler
Michael Kömm
Georg Kössler
Filippos Kourtoglou
Sebastian Krumbiegel
Daniel Kruse
Eckard Kuhlwein
Christian Kühn
Rainer Land
Detlev v. Larcher
Sven Lehmann
Sabine Leidig MdB
Prof. Dr. Stephan Lessenich
Helge Limburg MdL
Klaus Lindner
Stephan Lindner
Stephan Link
Katharina Loeber
Max Löffler
Ulla Lötzer MdB
Damian Ludewig
Luka Lüdicke
Felix Lütke
Marion Lüttig
Prof. Dr. Birgit Mahnkopf
Agnes Malczak MdB
Dr. Anke Martiny
Arndt von Massenbach
Hilde Mattheis MdB
Jens Matthis
Björn Meyer
Christian Meyer MdL
Hans Misselwitz
Kolja Möller
Johannes Möstl
Regine Müller MdL
Gylfe Nagel
Wolfgang Neskovic MdB
Harm Neitzel
Prof. Dr. Michael Opielka
Michael Pachmajer
Henrik Paulitz
Horst Peter
Tobias Pforte von Randow
Alexander Pfützenreuter
Maximilian Pichl
Jens Christoph Pieper
Klaus Prätor
Kathrin von Randow
Tim Rauschan
Hartmut Rieg
Alexander Ringbeck
Jutta Roitsch-Wittkowsky
Jan Roters
Regine Rother
Floris Rudolph
Astrid Rund
Marvin Runde
Prof. Dr. Thomas Sauer
Paul Schäfer MdB
Dr. Nina Scheer
Dr. Hermann Scheer MdB
Dr. Gerhard Schick MdB
Armin Schild
Stephan Schilling
Jörg Schindler
Richard Schmid
Matthias Schneider
Andre Schönewolf
Friedrich Schorlemmer
Kay Schulze
Detlef Schwager
Dr. Thomas Seibert
Nils Simon
Thomas Spies MdL
Klaus-Dieter Stork
Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn MdB
Jonathan Struck
Henning Tillmann
Jan Tönnies
Raphael Trinkaus Tamburro
Dr. Axel Troost MdB
Dr. Hans Jürgen Urban
Dr. Ludger Volmer
Joel Wardenga
Lutz Weischer
Till Westermayer
Claus Wichmann
Jan Frederik Wienken
Martin Wilk
Dr. Wolfgang Wodarg
Andrea Ypsilanti MdL
Gunnar Zerowsky
Stefan Ziller MdA
Robert Zion